"Echt Robi" - Über die künstlerische Seite von Robert P.

"Echt Robi" - Über die künstlerische Seite von Robert P.
02.05.2024 - 08.09.2024
Eintritt frei

* 3.4.1984 + 4.10.2012

02.05.2024 - 08.09.2024
Eintritt frei

Vernissage:
Donnerstag, 02.05.2024, 19 Uhr

Ausstellung geöffnet:
Mo. - Fr. nach Absprache - bitte melden Sie sich vorab telefonisch an unter 0331.7049264 oder fragen Sie spontan im Kulturhaus-Büro im 2. Stock des Hauses.

Die Ausstellung ist in den Räumen LOUNGE und SALON im 1. OG zu finden und über den Fahrstuhl im Hof auch barrierefrei zugänglich.

Auf sattem Sonnenblumengelb sitzt ein schwarzes, unförmiges Gebilde, einen langen schwarzen Faden am Bein. Der will nicht reißen, nicht loslassen. Dabei strebt das Dunkle so sehr zum Hellen auf diesem Bild von Robert.
Der Künstler Robert P. kam am 3. April 1984 mit dem Down-Syndrom und einem inoperablen Herzfehler zur Welt. Die Ärzte gaben ihm nur eine Lebenschance von 4 Jahren. Der Herzfehler bremste seine Kondition, nahm ihm manchmal den Atem. Er brauchte dauerhaft sein Sauerstoffgerät, jenen Faden, der ihn am Leben hielt, aber eben auch fesselte. Um sich zu befreien, nahm Robert Pinsel und Farben zur Hand, meist helle, freundliche, die machten ihm Mut. Er malte runde, weiche Formen, geschwungene Linien voller Energie, die anders nicht raus konnten aus seinem Inneren.

„Kunst gibt nicht das Sichtbare wieder, Kunst macht sichtbar“ Paul Klee

Robert hatte die seltene Gabe, Emotionen der Menschen schon in den ersten gemeinsamen Augenblicken zu spüren. Selbst wenn wir stumm bleiben, selbst wenn wir unsere Gefühle maskieren, Robert entlarvte uns mit einer kindlichen Naivität, dem so puren, unverblümten Echten.
Robert war Geborgenheit. Mit seiner Gelassenheit, ja fast stoischen Ruhe, die manchmal eine besondere Herausforderung sein konnte, animierte er uns, das Leben neu zu betrachten, Anforderungen des Lebens anders zu bewerten. Robert forderte uns immer wieder zu einem Perspektivwechsel auf.
Das Thema von Roberts künstlerischem Werk ist sein Leben. In seinen Arbeiten reflektieren sich seine Emotionen. Wenn er malte, verschmolz er förmlich mit seinem Bild, war hochkonzentriert und entspannt zugleich. Seine Bilder haben keine Titel, denn wozu braucht ein Leben abseits der Norm Titel. Die Bilder sprechen für sich – in diesem Fall aus den Bildern heraus zu uns. Uns vermitteln sie Harmonie, Freude, Euphorie, aber auch Schmerz, Wut, Zweifel – was wirklich in ihm vorging, bleibt sein Geheimnis.
Robert ermöglicht uns mit ausdrucksstarken Farben einen intimen Zugang zu ihm, ein Zugang, der keine zusätzlichen Worte braucht. Er öffnet sich damit aber nicht nur gegenüber der Welt, sondern legt auch das Leben für sich selbst frei. Malen ließ Robert immer wieder hoffen, kämpfen, leben eben und sein Stolz über all seine Ausstellungen war ein weiterer Mosaikstein in seinem Leben, ein ganz besonders großer.

Die Bilder waren bisher unverkäuflich. 12 Jahre nach seinem Tod und anlässlich seines 40. Geburtstag, hat sich seine Mutter entschieden, im Rahmen dieser Ausstellung, die Bilder zu veräußern.

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