Vernissage: Was Du nicht siehst

Bilder von Torsten Hennig, Texte von Burkhard Kunkel

Kulturhaus Babelsberg / Hof - Salon - Lounge
Karl-Liebknecht-Straße 135
14482 Potsdam
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Donnerstag, 3. Juni um 19 Uhr, Hof-Salon-Lounge

Bilder von Torsten Hennig (Dipl. Päd., Karlsruhe, Fischbach bei Dahn) Texte von Burkhard Kunkel (Prof. Dr., Stralsund und Oslo),
musikalische Begleitung durch ein Klassikquartett

„Was Du nicht siehst“? Texte, Musik allenfalls – aber ein Bild? Ein Nichtbild vielleicht, ein Unbild als Ersatz- oder Gegenleistung dessen, „was du nicht siehst“; Täuschung über alles Sichtbare hinweg, dessen Subsistenz zwar denkbar erscheint, indessen aber doch für jeden Menschen subjektiv ist.
„Alles, was uns bewegt, will mitgeteilt und verstanden, respektive empfunden werden,“ schrieb Sabrina Spielrein im Jahr 1912, „jede Vorstellung, die wir den Mitmenschen direkt oder in Form eines Kunstwerks übergeben, ist ein Differenzierungsprodukt der Urerlebnisse, aus welchen unsere Seele besteht.“

Eintritt frei

Die Eröffnung der Ausstellung findet bei gutem Wetter aufgrund der Hygieneregeln draußen im Hof statt.
Die Ausstellung selbst kann dann in kleinen Gruppen nach und nach besichtigt werden.

Ausstellungszeitraum: 3.6.-27.08.2021, Mo-Do: 13-17 Uhr, außer bei Vermietungen
Alle Interessenten melden sich bitte telefonisch vorab unter +49 331 70 49 264 an.

Internetseite von Torsten Hennig

Der Maler, Grafiker und Kunstpädagoge Torsten Hennig hat viel Bewegendes, das er heute mitteilt: Differenzierungsprodukte als Entwürfe einer Verfremdungsästhetik bildgebender Transformationen (von der Fotografie, Malerei bis zu Drucktechniken), die aus dem Naturstudium überraschend neue Aspekte von Empfindungen, von Vegetativität, von Verfall und Wachstum generieren.
Impuls für seine Arbeit an der Imagination des Nichtsichtbaren war seine Begegnung mit der Lyriksammlung des Kunstwissenschaftlers Burkhard Kunkel. Torsten Hennig stenografiert ihre Empfindungen, beeindruckt seine Malgründe mit ihrer Lebenslust und Energie. Ihr sprachlicher Bildreichtum eröffnet ihm immer neue Wege, führt in immer neue Räume der Rezeption.
In der Auseinandersetzung mit der emotionalen Gestimmtheit seiner Texte, aus ihrer fühlbaren Unnachgiebigkeit schuf Hennig Bilder, die abseits allgemein geläufiger Ideen und Gedankenkonzepte die Weiten des Berührbaren einer inneren Welt durchstreifen, bevor sie hier in Potsdam als eine Art visuelles Responsorium sichtbar werden.
Hennigs Werk gleicht einer Suche nach Antworten auf die Abstraktion der Buchstaben und gesetzten Worte, deren Stimmung er wiederum in ihre Welt der Bilder zurück 'übersetzt', aus der sie in Wahrheit gekommen sind.
Seine Bilder erscheinen vielleicht verschlossen und unfertig, vielmehr sind sie jedoch offene Partitur, die erst in der Betrachtung und erst am Resonanzboden des Publikums ins Schwingen gerät. Und erst im Vorgang des Betrachtens und Hörens einiger Texte vollenden Sie erst dies begonnene Werk ganz für sich und jedes Mal – bis hin zum Ende und was danach kommt und danach bleibt...

In seinen oftmals fantastisch anmutenden Grafiken und Collagen lässt sich der Maler und Grafiker Torsten Hennig vor allem von der reichhaltigen Bilderwelt der Natur inspirieren. Auf ausgedehnten Spaziergängen, sein Tablet, Staffelei und Zeichenstift mit sich führend, mit allen Sinnen scharf beobachtend, entstehen Bilder von einer Wirklichkeit hinter der Alltagswirklichkeit, die dem Betrachtenden Raum für seine Fantasie lässt. Verbunden mit der Aktmalerei schafft Hennig eine Symbiose zwischen Mensch und Natur, die den Betrachtenden verblüfft. Paul Klee drückte das einmal so aus: „Kunst gibt nicht das Sichtbare wieder, Kunst macht sichtbar.“ Wirklichkeit als das, was in uns zu wirken vermag.  Das Bild als Zugang, als Einladung zu dem, was dahinter liegt an zarter Poesie und gedankenreicher Philosophie.

Die Ausstellung zeigt Bilder der digitalen und analogen Malerei, gemalt auf dem Tablet, wiedergegeben auf Acrylglas und ganz herkömmlich, gemalt mit Acryl-oder Ölfarbe, wiedergegeben auf der Leinwand. Es geht dabei immer um ein Ausloten der Möglichkeiten, die dem Künstler in seinem Anspruch genügen sollen, sich und der Welt adäquat mitzuteilen, basierend auf der Eigenständigkeit in der Wahl seiner Mittel und der damit verbundenen Umsetzung.

Für den Fall dass die Corona-bedingten Einschränkungen noch bestehen, wird die Eröffnung open Air stattfinden. Bei dieser Veranstaltung ist eine Kartenreservierung aufgrund der beschränkten Teilnehmerzahl mit der Hinterlegung von Kontaktdaten erforderlich. Anmeldung unter +49 331 70 49 264 oder per Mail: xhygheunhf@njb-cbgfqnz.qr

© 1990 - 2021 Arbeiterwohlfahrt Bezirksverband Potsdam e. V.
 

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